von Ulrich Hagedorn | Feb. 28, 2022 | Allgemein, AWO, Senioren
Angelika Steiniger: Wir bringen Bewegung ins System!
„Dass ich das noch mal erleben darf!“ Diese glückserfüllten Worte hörte Angelika Steiniger von der Kontaktstelle Oderwald Sozial in Kühlungsborn: Eine Klientin war ein Jahr zuvor dem Tod „von der Schippe gesprungen“ und hatte nicht mehr zu hoffen gewagt, in ihrem Leben noch einmal einen Urlaub an der geliebten Ostsee machen zu können. Doch die Alltagsbegleiterin Angelika Steiniger machte es möglich: Sie fuhr einfach mit und unterstützte die Klientin auf der Reise bei all dem, was nötig war. „Wir ermöglichen Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, Lebensqualität“, sagt die zarte Frau, der man ihr Einfühlungsvermögen auf den ersten Blick ansieht.
Ein Angebot der Kontaktstelle Oderwald Sozial
Die Kontaktstelle Oderwald Sozial ist ein Gemeinschaftsprojekt des AWO – Kreisverbands und der Samtgemeinde Oderwald. Nicht nur Alltagsbegleitung, auch Beratung zu allen Alltagsfragen und Gruppenangebote für Jung und Alt gibt, werden von der Kontaktstelle organisiert. Mehr Informationen zur Kontaktstelle finden Sie auf der Homepage der Samtgemeinde Oderwald.
Alltagesbegleiterinnen sorgen für Lebensqualität
Lebensqualität und Wohlbefinden kann sich auch aus kleinen, freudvollen Dingen ergeben, betont Angelika Steiniger. Mit manchen Klienten besucht sie nach dem gemeinsamen Arztbesuch ein Café, andere freuen sich sehr über ein Spiel Mensch-ärgere-dich-nicht oder Elfer-Raus. Pflanzen werden gemeinsam zum Gedeihen gebracht, und mit manchen musiziert die Alltagsbegleiterin sogar. „Etliche Klienten haben früher viel und gerne gesungen oder sogar ein Instrument erlernt. Das geht nicht verloren, es muss nur vorsichtig wieder zum Vorschein geholt werden!“ Auch Menschen, denen ihr christlicher Glaube wichtig ist, finden in der religiös verankerten Angelika Steiniger eine gute Gesprächspartnerin.
Vereinsamung hat zugenommen
Besonders zu Herzen gehen Angelika Steiniger die vielen Menschen, die sich wegen Corona zurückgezogen haben und in die Isolation geraten sind. „Hier Kontakte aufzubauen, das braucht viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Das Schauen auf Minuten verbietet sich da von selbst.“ Wenn es jedoch gelinge Vertrauen zu gewinnen, sei die Freude besonders groß. Möglich wird die Alltagsbegleitung durch den „Entlastungsbetrag“, den die Pflegekasse jedem gewährt, der über einen Pflegegrad verfügt. Viele Bedürftige haben von dieser Sozialleistung keine Kenntnis
oder wissen nicht, wie sie sie nutzen sollten, hat das Team der Kontaktstelle Oderwald Sozial festgestellt.
Schwerpunkt Gemeinsamkeit
Aktivitäten finden allerdings nicht nur zu zweit statt. Mit Unterstützung einer Alltagsbegleiterin können zum Beispiel auch wieder Freunde oder Familienangehörige zum gemütlichen Kaffee und Kuchen eingeladen werden. „So etwas unterbleibt leider, wenn sich Klienten damit überfordert erleben. Dann sind wir halt die Hände und die Füße unserer Klienten und machen möglich, was allein nicht mehr geht“. Und sichtlich erfreut ergänzt Angelika Steiniger: „So passiert es schon mal, dass dadurch die Familie wieder zusammenrückt. Unsere Arbeit bringt halt Bewegung ins System. Wir Alltagsbegleiterinnen sind ein bisschen wie bezahlte Familienmitglieder, aber es geht doch nichts über guten Kontakt zur eigenen Verwandtschaft.“
von Ulrich Hagedorn | Feb. 28, 2022 | Allgemein, AWO, Migration und Teilhabe
Wir sind tief bestürzt über den völkerrechtswidrigen Angriff der russischen Armee auf die Ukraine und die absehbaren verheerenden humanitären Folgen für Kinder, Frauen und Männern in der Ukraine.
Über den großen solidarischen Zuspruch für die ukrainische Bevölkerung aus der AWO freuen wir uns sehr. AWO International sondiert aktuell gemeinsam mit der Volkshilfe Österreich Maßnahmen für die akute Nothilfe vor Ort.
So können Sie helfen:
Spenden Sie für die Nothilfe Ukraine und nutzen Sie das Spendenkonto von AWO International:
Spendenkonto:
IBAN: DE83 1002 0500 0003 2211 00
Bank für Sozialwirtschaft
Spenden-Stichwort: Nothilfe Ukraine
Zeigen Sie Ihren Protest gegen diesen verbrecherischen Angriffskrieg in den sozialen Medien, in Postkarten und Briefen an die russische Botschaft und bei Demonstrationen und Mahnwachen. AWO steht geschlossen und solidarisch hinter den Kindern, Frauen und Männern in der Ukraine. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Solidarität!
von Ulrich Hagedorn | Feb. 23, 2022 | Allgemein
Das Bezirksjugendwerk der AWO Braunschweig e.V. ist der selbstständige Jugendverband der AWO, der für dieses Jahr viele spannende und preislich attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche geplant hat. Einige dieser Angebote sind sogar kostenlos, so beispielsweise ein Yoga- und Achtsamkeitswochenende für Jugendliche ab 16 Jahren, ein Abenteuercamp für Kinder von 6-10 Jahren und ein Kurs zur Selbstverteidigung für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren. Die Angebote umfassen diverse Themen, von einer Ferienfreizeit in Kroatien bis zu einem Erste Hilfe Kurs. Das Jugendwerk ist dabei stets um möglichst kostengünstige Workshops und Freizeiten bemüht. Die Teilnahme ist unabhängig vom Wohnort möglich.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.jw-braunschweig.de/aktuelle-angebote/
von Ulrich Hagedorn | Feb. 14, 2022 | Allgemein
Über neue Spielpodeste freuen sich die Kindergartenkinder der AWO – Kita Wanneweg in Weddel. Ausguck, Höhle, Theaterbühne … die neuen Einbauten bieten viele Möglichkeiten. Sofort nach der Freigabe begannen die Kinder, die neuen Podeste zu erproben.
In der Gruppe gibt es noch freie Plätze, so dass neue Kinder eingeladen sind, die Spielabenteuer zu entdecken.
von Ulrich Hagedorn | Jan. 12, 2022 | Allgemein, Familien
Im Rahmen des Kurses „Kunst und Sprache“ des Salawo-Bürgertreffs besuchten im Dezember die Teilnehmerinnen den Kunstverein Wolfenbüttel. Die Gruppe, bestehend aus Frauen mit Fluchterfahrung und drei ehrenamtlichen Kursleiterinnen, besichtigten die Ausstellung „Wunderhaus“ der japanischen Künstlerin Chinatsu Ikeda.
Ein Wunderhaus lernten die Frauen tatsächlich kennen. Alle Räume, der Boden und die Wände waren gelb, rundum mit Papierblumen und Girlanden sowie mit plastischen Objekten versehen. Sie tauchten an einem dunklen Dezembernachmittag in eine fröhlich bunte Welt ein. Die Künstlerin selbst führte durch ihre Ausstellung und berichtete von ihrem Schaffen. Angeregt durch die kreative Atmosphäre konnten die Besucherinnen eigene Ideen mit bereitgestelltem farbigen Papier, Stiften und Klebstoff umsetzen. Insgesamt war diese Begegnung von Frauen unterschiedlicher Nationalitäten und (Kunst-)Erfahrungen interessant und bereichernd.
Das Team des Salawo bedankt sich herzlich beim Kunstverein Wolfenbüttel und bei Chinatsu Ikeda für die Einladung zum Workshop und die freundliche Begleitung.